Wie bekomme ich mehr Gäste für mein Restaurant über Facebook Ads?

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Im Dezember 2014 haben 2 Freunde in Gelsenkirchen der Burgerladen „Bang Bang Burgers & Beer“ gegründet. Sie waren neu in diesem Geschäft, hatten eine chaotische Organisation und nach der Eröffnung täglich nur eine handvoll Kunden im Lokal. Trotzdem haben Sie es geschafft, in nur 2 Monaten das Runder rumzureißen. So haben sie in nur 12 Monaten über 30.000 Bürger verkauft und sind nun jedes Wochenende ausgebucht.

Ich möchte dir hier zeigen, wie auch du ähnliche Ergebnisse für dein Restaurant erreichen kannst.

Mit einer guten Strategie und gezielten Facebook Ads zum Erfolg

Der Erfolg der Kampagne beruht auf 3 Faktoren, auf die ich im Folgenden genauer eingehen möchte:

  • Recherche
  • Targeting
  • Anzeige

Die Recherche

Damit eine Kampagne erfolgreich wird, ist es wichtig zu wissen, wie man seine Kunden am besten anspricht und erreicht. Welches Verkaufsargument hast du, dass neue Kunden unbedingt bei dir kaufen sollten? Für Inspirationen ist es immer ratsam eine Konkurrenzanalyse durchzuführen, da du von ihnen sehen kannst, womit sie werben und welche Zielgruppe sie damit erreichen.

Im Falle des Burger Restaurants haben sie einige Tools benutzt, um bei ihrer geplanten Facebook Anzeige die optimale Werbestrategie herauszufinden.

Diese Tools kannst du ebenso verwenden:

  • Mit Fanpage Karma kannst Du Fanpages analysieren.
  • Mit Quintly kannst du Fanpages vergleichen.
  • Mit Buzzsumo kannst du Branchen analysieren.
  • Mit Hilfe der Facebook Ads Gallery von Adespresso, kannst du in einer Branche bereits erfolgreich gelaufene Facebook Ads einsehen.
  • Schaue auf Facebook Seiten des Wettbewerbs und analysiere selbst die Werbestrategien.

Bei deren Recherche hat sich herausgestellt, dass sie auf eine Anzeige mit Bildern von ihrem Lokal oder dem Team verzichten sollten. Große, ansprechende, appetitanregende Nahaufnahmen von Burgern haben hingegen auch bei anderen Burgerfilialen zu überdurchschnittlichen Interaktions- und Sharing- Raten geführt.

Das Targeting

Bevor du eine Anzeige startest, musst du dir bewusst sein, welche Zielgruppe du ansprechen willst. Denn am Beispiel von Burgers & Beer wäre die Zielgruppe von über 2,5 Millionen FC Schalke 04 Fans viel zu weit gegriffen und man würde am Ende niemanden erreichen. Daher habt sich das Burger Restaurant entschieden 2 Zielgruppen anzusprechen: Zum einen die lokale Bevölkerung in Gelsenkirchen und zum anderen nur die eingesessenen FC Schalke Fans, die bestimmte Interessen erfüllten wie FC Schalke 04 Fan Community, Königsblauer Planet, FC Schalke 04 II, Knappenschmiede und Rudi Assauer. Eine Schnittmenge dieser beiden Zielgruppen ergaben 41.000 Leute, welche es nun galt für ihr Produkt zu überzeugen.

Die Anzeige

Das Restaurant schaltete auf Facebook mit den nun gelernten Informationen eine Anzeige, die auf verschiedenen Kanälen lief. Bereits nach den ersten ausgegebenen Euros konnte im „Split Testing“ herausgefunden, welches Anzeigeformat performant ist und welches schlecht skalliert. Dies haben Sie gemacht, indem ein und die selbe Anzeige auf dem Desktop auf der rechten Seite, auf Desktop im Newsfeed und auf Mobil im Newsfeed geschaltet wurde. Es hat sich herausgestellt, dass die Werbeanzeige auf der rechten Seite eine schlechte Klickrate aufwies, wohin gegen die Anzeige im Newsfeed für eine gute Interaktionsrate gesorgt hat. Sie stellten fest, dass die Anzeige im Newfeed gar nicht als eine Anzeige wahrgenommen wird und somit potenzielle Kunden viel natürlicher anspricht.

Nachdem der optimale Kanal gefunden war, galt es nun, die Facebook Anzeige zu skallieren. Es gibt dafür die Möglichkeit des „Scaling Up“ oder „Scaling Out“. Scaling Out bedeutet, dass man versucht, neue Zielgruppen anzusprechen. Scaling Up -wofür sich auch Burgers & Beer entschieden hat- ist das Erhöhen des Budgets, um alle Leute deiner Zielgruppe zu erreichen. Danach kontrollierten sie täglich die Klick- und Interaktionsraten. So schalteten sie Schrittweise immer die schlechter performierenden Anzeigen ab und erhöhten so automatisch das Budget für die „besseren“ Anzeigen, da sie immer ein festes Tagesbudget von 20€ gesetzt haben.

Mit einer weiteren Anzeige, die alle vorherigen übertrumpfte, hat Burgers & Beer herausgefunden, wie aus ihrer Sicht die optimale Anzeige für ein Burgerladen aussehen muss:

  1. Ein großes Hauptfoto in Nahaufnahme, worin nicht nur in Fotoshop, sondern auch in der Küche Stunden an Zeit investiert worden sind.
  2. In der Bild-Vorschau der Gallery Post wurden zwei weitere Gerichte des Monats präsentiert.
  3. Das dritte Bild in der Vorschau unten zeigt die gesamte Palette des Menüs, wobei bei jedem Bild darauf geachtet wurde, dass es zum weiter klicken einläd. Ebenso wurde die Reihenfolge bewusst gewählt.
  4. Der Anzeigentext hört genau bei den Beilagen auf. Damit wird auch zum weiterlesen angeregt.

Bei der Optimierung und Pausierung von Anzeigen sollte man auf folgende Kriterien achten:

  • Schlechte CTR
  • Geringe Reichweite mit hoher Frequenz
  • Hohe CPC (in Verbindung mit schlechter CTR)

sind Indikatoren, dass eine Anzeige abgeschaltet werden sollte.

Fazit

Kurzfristig sind die eigenen Fans sehr performant. Da die Anzahl aber begrenzt ist, ist die Zielgruppe schnell erschöpft. Mittelfristig ist ein Targeting mit Interessen erfolgreicher, da die Interessen Fanunabhängig sein können und sich einer breiten Masse an Personen bedienen. Auf lange Sicht hat die Lookalike Audience das Rennen gewonnen.

Folgende Dinge solltest du für deine nächste erfolgreiche Werbekampagne beachten:

  • Erstelle einen außergewöhnlichen Post, der zwei Zielgruppen anspricht
  • Erstelle aus dem organischen Post eine Page Post Engagement Ad
  • Erst Marktrecherche, dann folgt die Umsetzung
  • Wähle passende Fotos. Es kann einen großen Unterschied in der Klickrate machen -welche so groß wie möglich sein sollte-
  • Teile deine Kampagnen nach Mobil, Desktop und Interessen
  • Starte mit einem geringen Tagesbudget
  • Schließe täglich schlecht performante Kampagnen aus
  • Skaliere das Budget für die guten Anzeigen hoch
  • Achte auf die Frequenz

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