So begeisterst du User mit starken Webtexten

Von Jan Gruchow am 2. Oktober 2020 in Business

Viele Webseiten-Betreiber fürchten ihn: Den Schreibprozess. Dabei sind gute Texte gar nicht so schwer, anzufertigen. Ein paar einfache Regeln reichen schon, um geeigneten Content für die eigene Homepage zu schreiben.

Warum sind gute Texte so wichtig?

Online-Marketing funktioniert heute anders als noch vor 20 Jahren. Mittlerweile bewerten Suchmaschinen wie Google auch das Nutzerverhalten und richten das Ranking einer Seite danach aus. Ein User, der länger auf einer Webseite verweilt und sich vielleicht mehrere Texte durchliest, zeigt Google mit seinem Verhalten, dass die Seite wertvoll ist.

Webseiten-Betreiber sollten sich also Mühe geben, so nützlichen Content wie möglich anzufertigen. Aber wie gelingt das am besten?

Einfach schreiben

Das Gute ist: Auf einer Webseite erwarten Besucher keinen künstlerisch anspruchsvollen Roman. Im Gegenteil: Fast niemand setzt sich in einen gemütlichen Sessel, um eine Webseite ausgiebig zu studieren. Die meisten Nutzer vollen Informationen so schnell wie möglich erhalten. Vor allem, auf mobilen Geräten wie Smartphones scannen sie Texte oft nur hastig ab.

Webseiten-Betreiber müssen daher kein schriftstellerisches Ausnahmetalent sein. Sie sollten vor allem darauf achten, dass der Text

  • aus einfachen Sätzen ohne viele Komata besteht,
  • im Aktiv und nicht im Passiv geschrieben ist
  • und auf möglichst viele Fremdwörter verzichtet.

Denn dann erfassen Besucher die Informationen in Kürze und haben eine positive Nutzererfahrung.

In kurze Abschnitte gliedern

Zum „einfachen Schreiben“ gehören auch kurze Abschnitte. Zu lange Absätze sorgen dafür, dass Leser ermüden und Informationen schlechter einordnen können. Indem Texter thematisch passende Abschnitte mit einigen wenigen Sätzen formulieren, helfen sie ihnen dabei, das Gelesene besser einordnen zu können.

Mehrwert bieten

Webseiten-Betreiber sollten nicht einfach nur über sich und ihr Unternehmen schreiben. Im Zweifelsfall interessiert das einen Besucher schlichtweg nicht. Stattdessen sollten sich Betreiber fragen, wie sie Lesern einen Mehrwert bieten.

Besonders beliebt sind Texte, die Usern dabei helfen, Herausforderungen zu lösen. Das kann zum Beispiel eine Anleitung sein. Generell sind Informationen, die Besucher wirklich bei ihren Projekten weiterbringen, hilfreich und werden mit höherem Traffic belohnt.

Höherer Traffic sorgt wiederum für bessere Rankings und führt zu einer stärkeren Marke. Für einen guten Text ist Mehrwert also ein entscheidender Faktor.

Auf Storytelling achten

Nutzer suchen in der Regel nicht nur nach blanken Informationen, sondern wollen zumindest unterbewusst auch unterhalten werden. Ein Text schafft das, indem er eine Geschichte erzählt. Wie gesagt: Webseiten-Betreiber müssen dazu keinen Roman schreiben.

Aber eine kleine Alltagsanekdote, die zum Thema passt, zeigt die Persönlichkeit des Autors und lockert den Text auf. Insofern ist auch das eine Möglichkeit, Vertrauen zu schaffen.  

Sichtbar machen

Texte sollen nicht nur schick aussehen und Besucher begeistern – sondern im besten Fall dafür sorgen, dass Webseiten gefunden werden.

Aus diesem Grund sollten Webseiten-Betreiber eine Keyword-Recherche durchführen und sich fragen, welchen Suchbegriff User in Google eingeben würden, um die Homepage zu finden. Dann geht es ans Eingemachte: Dieses Keyword sollte häufiger im Text vorkommen, damit Google die Webseite unter diesem Suchbegriff auch anzeigt.

Das Keyword sollte zudem nicht nur im eigentlichen Text, sondern auch in einer ansprechenden Meta Beschreibung vorkommen. Nicht zuletzt können Link-Building-Maßnahmen erforderlich sein, um eine Webseite sichtbar zu machen.

Texte mit anderen Medien kombinieren

Texte sind wichtig – aber nicht alles. Ein guter Text entfaltet dann seine ganze Wirkung, wenn er mit anderen Medien kombiniert wird. Besonders entscheidend dabei sind Bilder, weil der visuelle Kanal beim Menschen sehr stark ausgeprägt ist. Aber auch Videos können der eigenen Webseite viel Würze verleihen.

Fazit: Texte müssen nicht schwierig sein

Eine Webseite zu betexten, ist leicht. Das liegt daran, dass für Webseiten vor allem einfache Text- und Satz-Strukturen sinnvoll sind.

Betreiber sollten ihre Sätze so einfach und kurz wie möglich formulieren. Auch thematische Abschnitte sollten nicht übermäßig lang sein. Kürzere Abschnitte helfen Lesern nämlich dabei, Informationen leichter zu verdauen.

Das Entscheidende in einem Text ist die Information. Kann ein Text Usern wirklich weiterhelfen? Löst er zum Beispiel eine Herausforderung für sie oder stellt Ihnen wichtige Infos zur Verfügung? Dann ist er in der Regel sinnvoll. Texte, die lediglich aufgeplustertes Marketing-Blabla vermitteln, sollten Webseiten-Betreiber dagegen lieber entfernen.

Webtexte sollten auf jeden Fall dazu genutzt werden, eine Homepage sichtbarer zu machen. Das schaffen Betreiber mit einem geeigneten Keyword und einer starken Meta Description. Wenn sie das umsetzen und ihre Texte geschickt mit anderen Medien kombinieren, haben Webseiten-Betreiber bereits viel erreicht.

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