SEO aus Sicht kleinerer Unternehmen und Selbstständige

In heutigen Zeigen können es sich Selbstständige oder kleinere Unternehmen kaum mehr leisten, keine Webseite zu haben. Und wenn es auch nur darum geht, die eigenen Dienstleistungen darzustellen oder eine detaillierte Webbeschreibung oder Telefonnummer mitzuteilen. Deshalb haben viele vor allem lokale Unternehmen auch eine Webseite.

„Aus jahrelanger WordPress Agenturarbeit können wir sagen, dass die meisten Webseitenbetreiber zwar SEO als Schlagwort schonmal gehört haben, allerdings nicht wissen, was es damit auf sich hat.“, so Ramon Tissler von der WordPress Agentur Robin GmbH in Wiesbaden. „Es ist sogar so, dass viele Unternehmer davon ausgehen, dass nur weil Sie vor Jahren eine Webseite von einer Agentur haben bauen lassen, diese auch optimiert ist. Für viele ist es einfach unverständlich, dass eine Webseite nicht wirklich gefunden wird“, so Tissler.

Tissler trifft damit die Meinung vieler Solo-Unternehmer auf den Kopf, wie Frank K., selbstständiger Fliesenleger aus München bestätigt. „Sind wir doch mal ehrlich, ich habe von Webseiten immer noch keine Ahnung. Aber man muss ja mittlerweile eine haben, damit man Kunden zumindest grobe Infos zum Unternehmen geben kann. Aber wäre natürlich cool gewesen, wenn man mich im Internet auch finden kann mit meiner Webseite, das hat meine kleine Agentur aber leider versäumt.“

SEO als schwierige Dienstleistung

Warum hier die Erwartungshaltung der Unternehmer einerseits und die Haltung vieler Webdesign Firmen andererseits so auseinander gehen, könnte mit folgenden Tatsachen zusammenhängen:

  • Webdesign ist aufwändig und teuer und allein schon für viele Unternehmer eine große Investition
  • SEO kann Laien nicht wirklich einfach verkauft werden: Die Konzepte von onpage und auch offpage SEO sind zum Teil sehr technisch, langfristig orientierung und sehr aufwändig und damit auch teuer.
  • Viele Agenturen trauen sich einfach nicht, diesen eigentlich notwendigen 2. Kostenfaktor zu erwähnen, um den Webseiten-Job zu bekommen
  • Für SEO sind normalerweise langfristige Monatsverträge notwendig, die Kunden scheuen, zumal sie nicht viel von den Inhalten verstehen
  • Es gibt mittlerweile unzählige Werbe- und Webagenturen, die Webdesign und SEO anbieten, zum Teil mit intransparenten Abrechnungssystemen und Leistungskatalogen, sodass zu Recht die Unsicherheit bei den Kunden groß ist

Notwendige Konsequenzen für Webdesign- und Web-Agenturen

Schaut man sich die Webdesign-Leistungsverzeichnisse von zufällig ausgewählten Agenturen an, scheint hier aber alles nach alten Mustern zu laufen. Webdesign ist bei vielen ein völlig getrennter Service zu SEO Maßnahmen, die extra bepreist sind und in der Regel unabhängig vom Webdesign angeboten werden.

„Die Krux ist, dass Onpage SEO, also Optimierungsmaßnahmen auf der Webseite schon bei der Konstruktion der Webseite mitgedacht und umgesetzt werden müssen, damit hinterher nicht die komplette Technik umgestellt werden muss“, so Tissler. „SEO, zumindest Onpage SEO, muss damit integrativer Bestandteil von nachhaltigem Webdesign sind, damit sie auch nachhaltig gute Ladezeiten hat und den Suchmaschinen ideale Voraussetzungen zum Indizieren von Inhalten bietet“. Wenn man dieser Argumentation von Tissler folgt, würde man auch gleichzeitig dem Kunden auch beste Voraussetzungen schaffen, um im Web auch gefunden zu werden.

Fazit

Kleine Unternehmen verfügen in der Regel nicht über Mitarbeiter, die sich allein um das Marketing kümmern und die Verständnis für das Thema SEO haben. Wenn man erfolgreich und nachhaltig mit Solo-Selbstständigen und kleinen Firmen im Webdesign tätig sein will, tut gut daran, das Thema SEO als integrativen Teil seiner Services zu verstehen. Der Kunde bekommt somit eine Webseite designed, die nicht nur attraktiv aussieht sondern auch als Vertriebsinstrument fungieren kann und gleichzeitig, durch intuitive Nutzerführung und hohe Ladegeschwindigkeit für eine hohe Konversion von Traffic sorgt – die Grundvoraussetzung zur Neukundengewinnung.

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